STEREOLOVE

Es sieht aus wie der Super-GAU. Das größte anzunehmende Unglück. Die Situation einer Musiker-Gang, der der Mann aus der ersten Reihe nach über einem Jahrzehnt den Rücken kehrt. Lieber MONO statt STEREO? Der Ernst der Lage scheint groß. Die Lust auf ein Spaß-Projekt aber noch größer. Ein Telefonat später haben 4 mal Reamonn 1 mal Thom kontaktiert. Der Rest ist Liebe. Die junge Liebe der Band STEREOLOVE.

Mit den vier Ausnahmemusikern der Erfolgs-Band Reamonn Uwe Bossert, Gomezz, Sebastian Padotzke und Philipp Rauenbusch und ihrem neuen Banden-Mitglied a.k.a. Sänger Thom Hanreich (Band Vivid, solo: Thom.) haben sich fünf Menschen gefunden, die weit mehr sind als ein weiterer Clan der Musiker-Mafia. Alle haben klangvolle Kapitel zur Enzyklopädie der Musikgeschichte beigetragen. Alle wissen wie Rock‘n‘Roll schmeckt und wie Ruhm riecht. Genau deswegen steht ihnen der Sinn nur nach einem: Musik, die mit größter Ernsthaftigkeit entsteht, sich aber alles andere als ernst nimmt. Ganz im Ernst? Die machen Spaß. Die Männer und ihre Melodien

STEREOLOVE ist eine begeisternde, mitreißende und technisch brillante Live-Band. Fünf gleichberechtigte Musiker mit den gleichen beats per minute in den Knochen und Künstlerherzen, die im perfekten Gleichtakt schlagen. Auf dem Tonträger und auf Tour. Die Koffer sind gepackt, die Konzerte können kommen. STEREOLOVE lieben es, unterwegs zu sein. Weil sie lieben, was sie tun. Und mit wem sie es tun.

Apropos Liebe.
Tatsächlich: Liebe. Das ist das hauptsächliche Thema des Albums. Nach fast zwei Jahrzehnten auf den fettesten Bühnen der Welt fühlen sich die Kerle endlich reif, um über das älteste und größte Gefühl aller Zeiten zu singen. Die Liebe - und ihre Rückseite: den Hass.

Auszüge aus dem Konzept-Zyklus:
„This Is It“ ist das Kennenlernen. Eine Verliebtheit auf den ersten Blick. Die Flügel verleiht und Helden hervorbringt. „This Is It“ ist die aufgeregte, euphorische Feststellung, dass gerade so alles richtig ist. Das, was alle wollen: etwas ganz Neues! Wenn Altes, einst Vertrautes, auf einmal fremd wird. Wenn aus Liebe grundlos und urplötzlich Abneigung wird. Wenn der eine, der geht ohne sich auch nur ein letztes Mal umzudrehen und zu winken, verabschiedet werden muss. Wenn dies blutende Verletzung und entzündliche Narben hinterlässt, dann erklingt dieser Schmerz in „What If (I Just Want To Go Home)“(VÖ am 24.08.2012), kaum verborgen in einem lockeren Sommerhit wie hinter einem stets wohlwollendem Lächeln. Und doch wird am Ende die Hand der Versöhnung ausgestreckt. Weil der Hoffnungsschimmer zuletzt erlischt. Genauso, wie diese eine Laterne am Haus. In „Miss you“ wird ihr Licht besungen. Egal, wann der Reisende nach Hause kommt. Egal, warum. Bei Tag und Nacht leuchtet das Licht den Weg und zeigt an, wie sehr der Heimkömmling willkommen ist. Eine Rückkehr, die mit rotem und blauen Feuerwerk gefeiert wird. Ein Feuerwerk, dass musikalisch im Club und noch eindrucksvoller im Stadion abgefackelt werden kann. Bäm!

STEREOLOVE ist eine Band, die angetreten ist, neue Kapitel Musikgeschichte zu schreiben. Mit Grübchen und großem, jungenhaften Grinsen im Gesicht. Diese pulsierende, heißblütige Energie aus Liebe und ihrem Gegenteil, die lässige Selbstverständlichkeit der Gleichberechtigung innerhalb der Gang und die große Lust am lustig sein und sich alles andere als zu wichtig zu nehmen - das macht STEREOLOVE aus. Und das macht „STEREO LOVES YOU“ aus. Weil aus viel Ernst vor allem Spaß geworden ist.

Was also bleibt vom GAU? Nun - ein GAG.
Oder: der größte anzunehmende Glücksfall